19.12.2005, 01:14 - ca. 14:30 Uhr

Großbrand

Diskothek CHA CHA 19.12.2005

Am 19.12.2005 wurden wir um 1:14 Uhr von der Leitstelle der Feuerwehr Koblenz über Funkmeldeempfänger mit dem Alarmstichwort "Einsatzalarm" alarmiert. Nach Rückfrage, erhielten wir die Nachricht: "Brand Diskothek CHA CHA in der Alten Heerstraße in Horchheim".

Beim Eintreffen am Objekt war an der Vorderseite zu erst nichts zu erkennen. Erst beim umfahren der Diskothek wurde der Brand des Daches auf der südlichen Seite des Gebäudes bemerkt. Der kurz nach uns am Objekt eintreffenden Berufsfeuerwehr schlug dann schon aus dem Haupteingang eine Massive Rauchentwicklung entgegen. Kurz darauf trat Rauch aus fast allen Gebäudeöffnungen aus. Nach ersten Erkundungen stand fest, dass nicht nur die Disco sondern der gesamte Gebäudekomplex vom Feuer betroffen war.

Es wurde umgehend der Innenangriff parallel zum Außenangriff eingeleitet. Aufgrund der Information, dass sich im Gebäude keine Personen befinden und da es immer wieder zu Rauchgasdurchzündungen kam, wurden die Innenangriffe eingestellt. Im Laufe der Löschmaßnahmen musste der Außenangriff ebenfalls zurückgezogen werden, da große Teile des Daches einstürzten.

Eine über dem Objekt verlaufende 110 KV Freileitung musste teilweise durch den Energieversorger abgeschaltet werden, da eine Gefährdung der Einsatzkräfte nicht mehr aus zu schließen war. Durch den Teileinsturz der Dachkonstruktion, wurde ein Innenangriff so gut wie unmöglich. Der Holzständerkonstruktion der Außenwand an der Nordseite fehlte, durch das Einstürzen des Daches, die notwendige rückwärtige Abstützung. Mit Hilfe unseres RW1 und dessen 5 T Seilwinde wurde die Seitenwand niedergerissen. Der dann auf der Zufahrt liegende Schutt wurde mit einem Bagger beiseite geräumt.

Um 5:47 Uhr kam die Meldung "Feuer unter Kontrolle". Die Nachlöscharbeiten dauerten bis 12:30 Uhr. Eine Brandwache wurde bis 20:30 Uhr eingerichtet. Bei der Brandnachschau gegen 23:00 Uhr wurden erneute Glutnester abgelöscht. Am 20.12. konnte um 6:15 Uhr "Feuer aus" gemeldet werden. Die Einsatzstelle wurde daraufhin der Polizei übergeben. Der Sachschaden wird mit in die Millionen gehend angesetzt.

Ingesamt waren mehr als 120 Kräfte der Berufsfeuerwehr und den Einheit der Freiwilligen Feuerwehren aus den Stadtteilen Horchheim, Arenberg, Immendorf, Karthause, Lay, Bubenheim und Kesselheim im Einsatz. Die verwaiste Wache der Beruffeuerwehr wurde von der Freiwillgen Feuerwehr aus den Einheiten Rübenach und Güls besetzt.

Nachtrag:

Mit tierischer Unterstützung fanden Ermittler der Kriminalpolizei Koblenz und des Bundeskriminalamtes, einen Tag später, die wahrscheinliche Ursache für das Feuer. In den Trümmern erschnüffelten Spürhunde Reste von chemischen Substanzen, die allem Anschein nach als Brandbeschleuniger genutzt worden waren.


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